"Mal seh'n!"
- ein idealer Einstieg für Gruppen ins Thema Behinderung
- mehr als „ein Video für den Unterricht ausleihen“
- lebensnahes Lernen durch Begegnung
Ein Stück Lebensgefühl vermitteln
„Kurzfilm plus Gespräch mit Betroffenen“, so lautet das einfache, aber wirkungsvolle Rezept von „Mal seh‘n!“. Dieses Projekt schlägt eine Brücke zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen. Es ist ein optimaler Einstieg in das Thema Behinderung und kommt an Schulen und Weiterbildungseinrichtungen aller Art, aber auch in Unternehmen, zu Verbänden oder zu Veranstaltungen.
Die Gruppe sieht einen Film zum Thema Behinderung und hat im Anschluss Gelegenheit, mit einer behinderten Person über das Gesehene zu sprechen und Fragen zu stellen. Nichtbehinderte wissen meist sehr wenig oder gar nichts über Menschen mit Behinderung. Im direkten Dialog mit Betroffenen erhalten die Schüler Informationen aus erster Hand und einen interessanten und authentischen Einblick in deren Leben.
Sowohl im Fernsehen, als auch im Film herrschen zwei Grundmuster vor, wenn es um Menschen mit Behinderungen geht: man begegnet entweder Helden oder Sorgenkindern. Helden schaffen es, als Künstler, Sportler, Politiker oder Wissenschaftler in der nicht behinderten Gesellschaft anerkannt und erfolgreich zu sein, trotz ihrer Behinderung. Sorgenkinder sind arme Behinderte, die allein sind, hilflos und schwach, die zu Opfern werden können ohne die Hilfe und die Zuwendung des Betrachters. Sie leben, wie der Name schon sagt, in einem Status der Unmündigkeit, der dem Status von Kindern gleicht. Sieht so das Leben behinderter Menschen aus?
„Mal seh‘n!“ bedeutet aktives und soziales Lernen: Das Wissen vom Anderen überwindet Berührungsängste und bildet die Basis für gegenseitiges Verstehen. Es bedeutet den ersten Schritt für die Sensibilisierung junger Menschen für die Anliegen von Menschen mit einer Behinderung.
An wen richtet sich das Angebot?
„Mal seh‘n!“ wurde für den Einsatz an Schulen, unabhängig von Altersstufe und Schultyp, konzipiert. Das Thema Behinderung ist Teil vieler Lehrpläne und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zu grundlegenden Fragen des sozialen Zusammenlebens und der sozialen Wahrnehmung von Menschen: Wie geht eine Gesellschaft mit ihren schwächeren Gliedern um? Was bedeutet Menschenwürde? Was ist der Wert des Lebens? Was ist Glück? Was bedeutet „Behinderung“ überhaupt? Welche Bilder haben wir davon? Wie kommen diese Bilder zustande? „Mal seh‘n!“ gibt Antworten auf diese Fragen und eignet sich aufgrund seiner Vielschichtigkeit auch als Bestandteil von Projekttagen und für den fächerübergreifenden Unterricht.
Unser Projekt ist auch an Fachschulen, Fachhochschulen und Privatunternehmen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sehr gefragt. Für solche Einsätze organisieren wir auf Wunsch speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse ausgerichtete Kurzfilme, um einen besonderen Aspekt des Themas besonders intensiv zu beleuchten. Gerne beraten wir Sie bei der Wahl des geeigneten Films.
Wie sieht eine Veranstaltung von „Mal seh‘n!“ aus?
Stellen Sie sich eine Schulklasse vor, Schülerinnen und Schüler, die Fragen wie diese stellen: „Leben Sie in einem Heim?“, „Arbeiten Sie eigentlich?“, „Wie kommen Sie alleine auf die Toilette?“, „Können Sie Sex haben?“, „Wie kaufen Sie ein?“
Vermutlich befinden Sie sich gedanklich gerade in einer Veranstaltung von „Mal seh‘n!“, und die Schüler unterhalten sich mit der Moderatorin oder dem Moderator im Rollstuhl. Die Fragen und die Neugier sind nicht ungewöhnlich. Nur Wenige wissen, wie behinderte Menschen leben. Und wenn sie es tun, dann sind es in der Regel Angehörige oder Personen, die im Behindertenbereich arbeiten. Informationen und Bilder, die Nichtbehinderte von Menschen mit Behinderung haben, kommen normaler weise aus „nicht behinderten“ Medien, aus zweiter Hand.
An den Veranstaltungen von „Mal seh‘n!“ haben Gruppen die seltene Gelegenheit, direkt von Menschen mit Behinderung zu erfahren, wie deren Leben aussieht.
„Mal seh‘n!“ besteht aus der Vorführung eines Kurzfilms mit einer Länge von 5 bis zu 30 Minuten. Anschliessend steht die Moderatorin bzw. der Moderator für Fragen und ein Gespräch zur Verfügung. Die ModeratorInnen werden von Procap für den Einsatz in Schulklassen ausgebildet und sind in der Lage, das Gespräch mit Gruppen zu strukturieren und zu lenken. Alle ModeratorInnen sind selbst von einer Behinderung betroffen.
Die Veranstaltungen an Schulen werden aus Gründen der Gesprächsatmosphäre ausschliesslich mit Einzelklassen durchgeführt. Es ist aber durchaus möglich und sogar erwünscht, zwei oder mehr Veranstaltungen am selben Tag hintereinander zu buchen.
Es ist nicht möglich, die Filme ohne Moderation und Technik auszuleihen. Procap besteht darauf, dass im Rahmen von „Mal seh‘n!“ eine direkte Begegnung mit behinderten Menschen stattfindet. Zudem gestatten uns lizenzrechtliche Vereinbarungen die Verwendung der Filme nur im Rahmen des Projekts.
„Mal seh‘n!“ ist unkompliziert. Für Sie entstehen keinerlei Kosten, kein Vorbereitungsaufwand und es gibt keine technischen Probleme. Wie einfach es ist, eine Veranstaltung von „Mal seh‘n!“ zu buchen, erfahren Sie hier.
